Die heilige Stadt ...

Ben Yahuda Strasse: Unbekanntes Jerusalem - Das Kneipenviertel


Lage:

Jerusalem liegt ca. 60 Km östlich von Tel Aviv und Jaffa und ca. 30 Km von der Jordanischen Grenze.

Anreise:

Von Europa aus erreicht man Jerusalem über den internationalen Flughafen Ben Gourion.
Ben Gurion ist ca. 55 Km von Jerusalem entfernt. Jerusalem ist von Tel Aviv aus mit öffentlichen Busen erreichbar. Der kleine Flughafen von Jerusalem ist seit der zweiten Intifada geschlossen.

Geschichte:

Jerusalem ist eine der ältesten Städte der Welt. Die Besiedlung reicht bis in das 19. Jahrhundert vor Christus zurück. Der biblische König David hat die Stadt ca. 1000 v. Chr. von den Jebusiten erobert. David hat Jerusalem zu dem religiösen Zentrum gemacht. Auf Davids Sohn Salomon geht der erste Palast und der erste Tempel zurück. Um 600 v. Chr. ist die Stadt von den Mesopotamiern erobert worden. In dieser Zeit ist der erste Tempel auf dem Tempelberg zerstört worden. Nach der Unabhängigkeit ist sie wieder unter jüdische Kontrolle gekommen. Erst die Römer haben Caesarea gegründet und dies zu ihrer Hauptstadt gemacht. Durch seine Lage ist Caesarea besser zu kontrollieren gewesen.

Nach der römischen und, nur von einem kurzen persischen Intermezzo unterbrochen, der byzantinischen Herrschaft, haben die Araber die Stadt eingenommen. 1099 sind die Araber im ersten Kreuzzug vertrieben worden. Es ist das Königreich Jerusalem entstanden. 1118 entstanden auf dem Tempelberg die Tempelritter.

1244 haben die Mameluken Jerusalem erobert. Diese wurden 1516 ihrerseits von den Osmanen besiegt. Aus dieser Zeit stammen auch die heutigen Stadtmauern von Jerusalem.

Im ersten Weltkrieg ist Jerusalem von den Briten besetzt worden. Dies ist bis nach dem zweiten Weltkrieg so geblieben. Nach dem ersten Palästinakrieg ist Jerusalem geteilt worden. Die Neustadt ist an Israel gegangen die Altstadt (Ostjerusalem) an Transjordanien, dem heutigen Jordanien.

Im Sechstage Krieg hat Israel zusammen mit anderen Gebieten auch Jerusalem besetzt und dieses 1980 zu der ewigen und unteilbaren Hauptstadt des Staates Israel gemacht.

Via Dolorossa: Impressionen vom Leidensweg

Sehenswürdigkeiten in Jerusalem:

Eigentlich ist die ganze Stadt Jerusalem eine einzige Sehenswürdigkeit. Die ganze Stadt ist aus dem so genannten Jerusalem Sandstein gebaut worden. Man findet in Jerusalem kein Haus aus einem anderen Material. Dies gilt sowohl für die Altstadt als auch für die Neustadt.

Jerusalem ist voll von Sehenswürdigkeiten. Die gesamte Altstadt ist 1983 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden.
Für die Juden ist die Westmauer das wichtigste Heiligtum überhaupt. Hier an der Westmauer, die im Deutschen auch Klagemauer genannt wird, kann man die Rest des zweiten Tempels sehen. An der linken Seite der Klagemauer geht ein Tunnel an der Mauer entlang. Hier haben Ausgrabungen stattgefunden, die zeigen wie groß die Mauer ursprünglich gewesen ist. Die Westmauer um den Tempelberg ist bis zu 25 m hoch gewesen. An die Westmauer selbst kommt man auch als Tourist, wenn nicht gerade eine religiöse Zeremonie stattfindet. Von dem Bild, welches man aus den Medien kennt, in dem nur streng Orthodoxe Juden an der Westmauer gezeigt werden, wird man sich sehr schnell verabschieden. Als solche erkennbare Orthodoxe Juden sind an der Klagemauer in der Minderzahl. Je nach Tageszeit überwiegen sogar die Touristen, die an ihrer Pappkippa sehr leicht zu erkennen sind.

Der Tempelberg ist nicht nur für die Juden ein Heilligtum. Auf dem Tempelberg befindet sich die Al Aksa Moschee und der Felsendom. Da der Tempelberg von den Palästinensern verwaltet wird, bestimmen diese wann ´Nicht-Moslems den Tempelberg besuchen dürfen. Man muss etwas Glück mitbringen, da die Öffnung zum Teil sehr kurzfristig beschlossen wird.

Vom Ölberg aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Altstadt von Jerusalem und den im Vordergrund sich befindenden Tempelberg. Eine besondere Attraktion in Jerusalem ist der Sonnenaufgang auf dem Ölberg.

Vom Ölberg kommend, an den Kirchen Dominus Flavit, dem Mariengrab durch das Löwentor kommt man auf die Via Dolorosa. Die letzte Station der Via Dolorosa ist die Grabeskirche (auch Golgatha genannt). Die Grabeskirche ist die wichtigste Pilgerstädte des Christentums.

An der Grabeskirche kann man am besten den Einfluss der Templer auf die Architektur in Jerusalem sehen. Die Kreuze der Templer sind bereits außerhalb der Grabeskirche zu sehen.

Eine weitere Templerkirche in Jerusalem ist die St. Anna Kirche. Auch die St. Anna Kirche ist sehr schnell als Templerkirche zu erkennen. Die Kirche ist 1142 erbaut worden und nach der Eroberung der Stadt 1192 zu einer Koranschule umfunktioniert worden. Seit 1856 ist das Gebäude wieder eine christliche Kirche.

Die nicht religiösen Sehenswürdigkeiten Jerusalems sind das Parlament Knesset, Yad Vashem und das Israel Museum.