Die Welt vor dem ersten Kreuzzug

Grabeskirche: Bild aus dem Inneren der Grabenskirche in Jerusalem


Die heiligen Stätten der Christenheit liegen hauptsächlich im heutigen Israel. Zu diesen heiligen Stätten zählen die Grabeskirche in Jerusalem, die Geburtskirche in Bethlehem, Karpernaum, der Verkündigungsberg und die Brotvermehrungskirche am See Genezareth.

Nach der Teilung des römischen Reiches in ein Weströmisches Reich und ein Oströmisches Reich, ist die Provinz Palästina dem Oströmische Reich zugeteilt worden. Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches Mitte des 5. Jahrhundert n. Chr. ist auch das Oströmische Reich immer schwächer geworden. Um 635 n. Chr. haben die Araber die ehemalige römische Provinz Palästina erobert.

1054 n. Chr. ist die Spaltung zwischen der von Konstantin dem Großen im ganzen römischen Reich etablierten Reichskirche erfolgt. Bei diesem Ereignis, das auch Schisma genannt wird, spaltet sich die katholische Kirche von der orthodoxen Kirche ab. Der Grund liegt in machtpolitischen Taktierereien. Die katholische Kirche möchte das Oberhaupt der Christen in Rom belassen und die orthodoxe Kirche möchte den Sitz des Kirchenoberhauptes nach Konstantinopel verlegen.

1071 verliert das militärisch schwache Oströmische Reich in der Schlacht von Manzikert Antiochia und Anatolien an die Seldschuken. Die Seldschuken sind ein Turkstamm, der seinen Ursprung in Kasachstan und Uzbekistan hat. Der Oströmische Kaiser Alexios I. Komnenos (1048 bis 1118; reg. 1081 bis 1118 n. Chr.) richtet 1094 n. Chr. ein Hilfegesuch an den katholischen Papst Urban II.

Papst Urban II. eröffnen sich in diesem Hilferuf mehrere Möglichkeiten. Er kann zu einem Kreuzzug aufrufen, der die heiligen Stätten von den Ungläubigen befreien soll, er hat die Möglichkeit die Ostkirche wieder an die katholische Kirche anzugliedern und er kann seine Stärke gegenüber den weltlichen Oberhäuptern Westeuropas verdeutlichen, allen voran dem Kaiser des Deutschen Reiches.

Für das Jahr 1095 beruft Urban II. ein Konzil nach Clermont (dem heutigen Clermont-Ferrand ein).