Organisation des Templerordens

Organisation der Templer: Es gibt viele Möglichkeiten das Templerkreuz zu tragen



Um den Templerorden zu unterstützen, musste man nicht in Mitglied des Ordens sein. Es gab vor der Mitgliedschaft eine Bandbreite an Möglichkeiten den Templerorden zu unterstützen.

Als erstes an dieser Stelle zu erwähnen sind die Confrates. Die Confrates sind Spender, die sich durch die Spende Ehre, Ansehen und, nach ihrem Tod, das Himmelreich erhoffen.

Dann kommen die Donati. Donati sind auch Spender, die jedoch schon auf Erden von den Tempelrittern profitieren möchten. Zum einen gibt es die Donati, welche sich das Recht erwerben im Gewand der Templer beerdigt zu werden. Zum anderen gibt es Donati, die durch Schenkungen an den Orden, das Recht erwerben in der Ordensgemeinschaft zu leben, ohne selbst Templer zu sein. Zum Beispiel kann dies nötig sein, wenn Gründe gegen ein Ordensgelübte bei den Tempelrittern sprechen. Zum Mitglied in der Ordensgemeinschaft als Donati zu werden, ist als eine Altersvorsorge zu sehen.

Die nächste Art dem Orden der Templer zu dienen, ohne selbst Mitglied zu sein ist der „Bruder ad Succurendum“. Genau genommen treten diese Brüder dem Orden bei, jedoch erst auf dem Sterbebett.

Die Turkopolen haben gegen Bezahlung als Söldner auf der Seite der Templer gekämpft. Die Turkopolen sind dafür bekannt, dass sie sich den Kampfstil der Moslems zu eigen gemacht haben. Bei den Turkopolen handelt es sich um Christen, die im heiligen Land geboren worden sind.

Die letzte Möglichkeit die Templer zu unterstützen ist der Beitritt auf Zeit. Als „Milites ad terminum“ sind Männer für und mit den Tempelrittern in den Krieg gezogen.

Innerhalb des Templerorden selbst hat es unter den einzelnen Mitglieder der Templer auch Unterschiede gegeben. Die Templer sind in vier Klassen unterteilt.

Als erstes gibt es die Knappen. Die Knappen sind das Fußvolk der Templer. Die Knappen tragen einen braunen Mantel und dienen den ranghöheren Mitgliedern vor allem im Kampf.

Die nächste Stufe stellt der Kaplan dar. Die Templer haben die Erlaubnis erhalten eigene Priester in den Orden aufzunehmen. Diese Priester, welche eine Reihe von Vergünstigungen genießen, tragen ein schwarzes Gewand. Nur wenn ein Templerkaplan zum Bischof ernannt wird, darf er das weiße Gewand der Ritter tragen.

Servienten sind die Stufe zwischen Kaplan und Rittern. Servienten (oder Sarjanz de Mestier oder Sergeanten). Es gibt zwei verschiedene Arten von Servienten. Zum einen gibt es die einfachen Servianten. Sie sind Bauern, Schmiede, Zeltmacher, Maurer oder Winzer und dienen auf diese Weise dem Templerorden. Des weiteren gibt es die Konvents. Die Konvents sind an Kämpfen beteiligt. Beide Arten von Servienten bestehen aus sowohl einfachen Menschen und Arbeitern, Kaufleuten oder sogar aus Bastarden von Adligen.

Ganz oben in der Hierarchie stehen die Tempelritter. Die Tempelritter sind bereits vor ihrer Aufnahme in den Templerorden zumindest Ritter. Viele von den Tempelrittern sind auch die Kinder von Adligen, die Aufgrund der Rangfolge der Geburt nicht mehr zu Erben werden. Nur den Tempelritter dürfen als Einzige den weißen Habit mit dem roten Templerkreuz (Tazenkreuz) tragen.

Aus den Templerrittern werden nochmals einzelne Personen bestimmt, die innerhalb der Ordenshierarchie besondere Aufgaben erfüllen. Über dem normalen Tempelritter steht zunächst der Tressler. Er ist für die Finanzen der Komturen zuständig. Über dem Tressler steht der Drapier. Der Drapier leitet die Verwaltung der Komturen. Als nächstes folgen in aufsteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung der für die Kleidung zuständige Großtapier, der Firmariearzt als Sanitäter, der Großspitter, welcher den Firmariearzt in den Krankenhäusern unterstützt, der Großmarschall zuständig für die Kriegskunst ist und der Großkomtur. Der Großkomtur bewacht den Ordensschatz.

Das Oberhaupt des Templerordens ist der Großmeister. Der Großmeister wird auf Lebenszeit gewählt. Stirbt der Meister findet in einem Komplexen Verfahren in geheimer Abstimmung die Wahl des Nachfolgers statt.

Der Großmeister leitet den Templerorden nicht absolutistisch. Er darf ohne Zustimmung des Kapitels, welches aus verdienten Rittern besteht, keine größeren Kredite genehmigen, größere Schenkungen veranlassen oder Güter kaufen.

Im Lauf der Geschichte der Templer haben sich dem Orden auch einige Klöster angeschlossen. Diese Klöster unterstehen auch dem Großmeister, innerhalb des Klosters haben unterstehen die Mönche dem Klosterabt. Zu den Klöstern, welche sich dem Templerorden angeschlossen haben, zählen nicht nicht Männerklöster. In Italien und Spanien gibt es einige Frauenklöster, die sich den Tempelrittern angeschlossen haben. Es hat also nicht nur männliche Templer gegeben, es haben auch weibliche Templer existiert.