Woran erkennt man eine Templerburg?

Akkon: Gotische Pfeiler in der Templerburg


Befindet sich eine Burg im heiligen Land, sprich im heutigen Israel, Palästina, Syrien, Jordanien oder Libanon, muss zwischen arabischer und Kreuzritterburg unterschieden werden. Eine Kreuzritterburg ist eine Mischung aus arabischen, armenischen, byzantinischen und romanischen beziehungsweise gotischen Stil. Eine maurische Burg ist in reinen maurischen Stil errichtet worden.

Durch die zum Teil sehr wechselvolle Geschichte der Burgen im heiligen Land, kann es aber auch vorkommen, das eine von den Kreuzfahrern erbaute Burg in arabische Hände fällt und ab dem Zeitpunkt gegen die Kreuzfahrer kämpft. Ein Beispiel dafür ist die Kreuzritterburg Kerak.

Vom Prinzip her kann man davon ausgehen, das in jeder Kreuzfahrerburg auch Templer leben. Zu erkennen, ob die Burg eine Templerburg im heiligen Land ist, ist wieder schwieriger. Ist bei einer Burg die Kirche in einer zentralen Position, sprich, sticht die Kirche aus dem Wehrkonzept heraus, ist sichergestellt, das es sich um eine Burg handelt, die im Besitz eines Ordens ist. In einer solchen Burg muss an den gotischen Pfeilern, Stützen, Torbögen, im Kreuzgewölbe oder als Schlussstein ein Tatzenkreuz, ein Agnus Dei oder ein anderes von den Templern in ihrem Siegel verwendetes Symbol vorhanden sein.

Als Erkennungszeichen einer Templerburg in Europa, kann man ähnliche Maßstäbe ansetzen. Die Templerburgen in Europa sind entweder romanisch oder gotisch. Zwar haben sich Burgenbauer von den Kreuzfahrerburgen, die eine Stilmischung darstellen, inspirieren lassen, jedoch haben die Templer in Europa keine Kreuzfahrerburg zum Vorbild genommen.

Auch in Europa sind die Templerburgen an ihren Kirchen zu erkennen. Jedoch ist die Identifizierung durch die in Templerkirchen immer vorhandenen Templersiegel am einfachsten.