Templer auf Zypern

Templer auf Zypern: Ausgrabungsstädte auf Zypern


Die Insel Zypern im Mittelmeer südlich der türkischen Küste ist ein wichtiger Ort der Templer. Die Templer besitzen die Insel Zypern seit 1191. In diesem Jahr gehört Zypern zunächst noch zum byzantinischen Reich. Richard I. von England auch Richard Löwenherz genannt, erobert Zypern auf seinem Weg in das heilige Land, um am dritten Kreuzzug teil zu nehmen. Ziel des dritten Kreuzzuges ist die Rückeroberung Jerusalems, welches 1187 nach der Schlacht von Hattin von Saladin erobert worden ist.

Noch im selben Jahr verkauft Richard I. von England die Insel an die Templer. Richard I. erhält den Preis von 100.000 Besanten für Zypern von den Templern. Besanten sind in der Kreuzfahrerzeit eine gängige Währung. Zum besseren Vergleich der heilige Ludwig IX. von Frankreich ist während des sechsten Kreuzzuges gefangen genommen worden. Er hat sich seien Freiheit mit 1.000.000 Besanten erkauft.

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Die neuen Herren von Zypern haben auf der Insel ein stehendes Heer von etwa 100 Tempelrittern. Bei der griechischen Bevölkerung sind die Templer nicht beliebt. Die Templer unterdrücken die griechische Bevölkerung und versuchen diese mit hohen Abgaben auszunutzen. Die Zyprioten zetteln daher an Ostern 1292 eine Revolte gegen die wenigen auf der Insel lebenden Tempelritter an. Die Templer, die gefangen genommen werden können, werden hingerichtet. Die wenigen Templer, die fliehen können, verschanzen sich in einer Templerburg in der Nähe von Larnaca.

Noch im selben Jahr geben die Templer Zypern an Richard I. zurück und erhalten dafür den Kaufpreis wieder. Die Templer bleiben auf der Insel jedoch in einigen Festungen weiter vertreten. Eine dieser Templerburgen ist die Burg Kolossi, wenige Kilometer außerhalb von Limassol. Die Burg ist nach der Auflösung des Ordens 1312 an die Johaniter übergeben worden.