Was übrig blieb ...

Templer auf der Flucht: Ruinen aus dem Mittelalter


Nach der Verhaftungswelle in Frankreich sind die Templer durch die päpstliche Bulle „Pastoralis Praeminentiae“ in ganz Europa vor Repressionen nicht sicher. Viele der Templer versuchen sich durch Flucht ihrer Verhaftung zu entziehen. Die Templer versuchen Portugal zu erreichen.

Bereits im Jahr 1130, ein Jahr nach der Gründung der Templer, verschenkt die portugiesische Regentin Theresa das Städtchen Fonte Arcada und die Burg Soure an den Orden der Templer. Die Templer haben eine große Tradition in Portugal, da sie sich intensiv am Kampf gegen die Mauren, die Teile der iberischen Halbinsel besetzt haben, beteiligen.

Die Templer haben sich zum Ziel gesetzt nicht nur im heiligen Land die Pilger zu schützen. Auf dem Jakobsweg aus dem östlichen Frankreich nach Santiago de Compostela haben sie entlang der Route viele Befestigungen, Burgen und Kirchen gebaut. Entlang dieser Route versuchen nun die Tempelritter aus Zentraleuropa nach Portugal zu fliehen.

Pyrenäen: Um von Frankreich nach Spanien zu kommen, müssen die Templer die Pyrenäen überwinden

Der französische König Philipp IV. möchte die Gefangennahme der Templer und die Auflösung des Templerordens möglichst schnell voran treiben. Er spekuliert darauf, das der Papst dem König die Ländereien und das Vermögen der Templer in Frankreich überträgt. Um möglichst schnell und möglichst viele Templer verhaften zu können, um ihnen den Prozess zu machen, lässt Philipp IV. nach den Tempelrittern suchen. Da bekannt ist, das die Templer über den Jakobsweg zu fliehen versuchen, ist die Suche auf dem französischen Abschnitt besonders intensiv. Wenn ein Templer es aber geschafft hat nach Spanien zu kommen, ist er schon fast gerettet. Für Templer, die aus Deutschland, der Schweiz, Österreich oder Polen stammen, ist das Risiko besonders groß, da sie durch ganz Frankreich reisen müssen.