Die Überreste ...

Gelnhausen: Die Komtur der Templer in Gelnhausen geht auf die Johanniter über


Auf dem Konzil von Vienne wird am 22. März 1312 der Orden der Templer aufgelöst. Für den weitere Verlauf sind zwei päpstliche Bulle entscheident. Die erste Bulle ist noch von Clemens V. erlassen. „Vox in excelso“ regelt, das der Besitz des Templerorden an die Johanniter geht. Die zweite Bulle wird von Clemens V. Nachfolger Johannes XXII. erlassen. Seine Bulle „Ad ea ex quibus cultus“ regelt, das der Besitz der Templer in Portugal an den vom portugiesischen König neu zu gründenden Christusorden geht.

Der Johanniterorden ist als Orden vom Spital des heiligen Johannes zu Jerusalem 1099 in Jerusalem gegründet worden. Der Orden ist 1113 von Papst Paschalis II. bestätigt worden. Die Johanniter haben in Jerusalem ein Hospital für die Pilger betrieben. Ähnlich wie die Templer haben sie sich im Lauf der Zeit bewaffnet und haben aktiv für den Schutz der christlichen Pilger nach Jerusalem gesorgt. Nach der Eroberung von Akkon 1291 sind die Johanniter zunächst nach Zypern gezogen, 1309 nach Rhodos und 1530 schließlich nach Malta.

Mit der Bulle „Vox in exceso“ geht der gesamte Besitz des Templerorden in Europa außer Portugal, Aragon und Kastilien an den Johanniterorden über. Seit der Zeit auf Malta hat sich der Name des Ordens in Malteserorden geändert. Der Malteserorden ist 1798 von Napoleon aus Malta vertrieben worden. Zunächst siedelt sich der Orden in Russland an, wird dort jedoch 1810 auch enteignet. Über Sizilien gelangt der Orden 1834 nach Rom, wo er noch heute in der Via Condotti 68 seinen Hauptsitz hat. Von den Reichtümern der Templer ist dem Malteserorden nichts geblieben.

Rom: Sitz des Malteser Ordens - Eine der Nachfolgeorganisationen der Templer

Unter dem Schutz des portugiesischen Königs Dionysius I. wird 1319 der Christusorden gegründet. Der Christusorden ist der inoffizielle Nachfolgeorden des Templerordens. Da wie schon die Templer, auch der Christusorden die Portugiesen sowohl gegen die Mauren als auch gegen die Spanier verteidigt hat, ist der Orden in Portugal sehr angesehen. Die Führungsschichten verschmelzen im Lauf der Jahrhunderte immer mehr mit dem portugiesischen Königshaus. 1551 wird der Christusorden vom portugiesischen König Johann III. komplett übernommen. Der Christusorden wird 1834 während der liberalen Revolution zunächst aufgelöst, um dann als die höchste portugiesische Auszeichung wieder gegründet zu werden. Der Christusorden ist noch heute sowohl eine portugiesische als auch eine Auszeichnung des Vatikans.