Die Rettung der Templer? ...

Portugal: Für die Templer ist Portugal die letzte Zuflucht


Der portugiesische König Dionysius I., der kastilische König Ferdinand IV. und der aragonische König Jakob II. sind sich darüber einig, das die Templer gegen die Machenschaften Philipp IV. und Papst Clemens V. geschützt werden müssen. In seiner Bulle „Pastoralis Praeminentiae“ fordert Papst Clemens V. von den Herrschern Europas die Verhaftung der Templer und die genaue Untersuchung der Handlungen der Templer in den jeweiligen Ländern.

In der spanischen Stadt Salamanca tritt 1307 ein Konzil aus Würdenträgern der iberischen Halbinsel zusammen. Das Konzil endet mit einem Freispruch für den Templerorden. Trotz des Freispruches auf dem Konzil fordert Papst Clemens V. von den Portugiesen, Aragoniern und Kastilen die Konfiszierung des Besitzes der Templer.

Weitere Konzile, welche Papst Clemens V. ein berief, sollten 1310 erneut die Schuld der Templer in den Anklagepunkten belegen. Bei den Konzilen wieder in Salamanca und Media del Campo, bei denen die Bischöfe von Lissabon und Guarda maßgeblich beteiligt sind, enden wieder in einem Freispruch für die Templer. Es wird des weiteren entschieden, das der Besitz der Templer an den portugiesischen König fallen darf und nicht auf den Papst übertragen werden muss.

Am 03. Mai 1312 erlässt Papst Clemens V. erneut eine Bulle. „Ad providam“ überträgt den gesamten Besitz des Templerorden an den Ritterorden vom Hospital St. Johannis zu Jerusalem. Dieser Orden ist auch als Johanniterorden bekannt und wird als Malteserorden bis in die heutige Zeit überdauern. Der Johanniterorden von damals ist identisch mit dem heutigen Malteserorden aber nicht zu verwechseln mit dem heutigen evangelischen Johanniterorden. Von dieser Übereignungsbulle sind Aragon, Kastilien, Mallorca und Portugal explizit ausgenommen.

Der portugiesische König erhält mit der päpstlichen Bulle „Ad ea ex quibus cultus“ das Recht einen portugiesischen Ritterorden zu gründen. Des weiteren regelt die Bulle, das alle Besitztümer der Templer auf den neuen Orden übergehen. Der neue Orden wird im Jahr 1319 als Christusorden gegründet und erhält als seinen Hauptsitz die Festung Castro Marim.

Auf diese Weise hat der portugiesische König die Templer aktiv geschützt und ihnen einen neuen Orden ermöglicht.