Zwischen Orient und Okzident ...

Akkon: Noch heute Schmelztiegel zwischen Arabern, Juden und Europäern - Beschilderungen mit drei Schriften


Die Templer haben nicht nur in Europa einen guten Ruf. Auch ihre muslimischen Gegner sprechen mit Achtung von den Tempelrittern.

Der Orden ist 1119 in Jerusalem gegründet worden. Er hat sich in seinen Anfängen ausschließlich mit dem Nahen Osten beschäftigt. Der Templerorden ist eine europäische Institution im muslimischen Osten des Mittelmeeres. Viele der Templer sind nicht aus Europa gekommen, sondern sind im heiligen Land geboren worden. In machen Fällen sind die im heiligen Land geborenen Templer auch Mischlinge zwischen den im heiligen Land ansässigen Kulturen.

Die Templer gehen in ihrer Zeit im heiligen Land eine Allianz mit den Assassinen ein. Diese muslimische Gemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt durch das Mittel des politischen Mordes ihre Feinde bei den Moslems zu töten. Die Assassinen haben nur einen Kreuzfahrer ermordet. Graf Raimund II. von Tripolis ist 1152 von Assassinen ermordet worden. Raimund II. hat die Johanniter in die Grafschaft Tripolis gerufen und ihnen die Burg Crac des Chevaliers übereignet. Eventuell haben die Templer bei der Ermordung Raimund II. mitgewirkt, um den konkurrierenden Orden der Johanniter zu schwächen.

Während des sechsten Kreuzzuges haben die Templer als Unterhändler Friedrich II. eine entscheidende Rolle gespielt. Friedrich II., der selbst arabisch gesprochen hat, nutzt die Erfahrung der Templer im heiligen Land, die Kenntnisse der Begebenheiten, deren Sprachkenntnisse und deren Ansehen bei den Moslems, um mit dem ayyubidischen Sultal al-Kamil zu verhandeln.