Guillaume de Beaujeu

Akkon: Über diesen Weg fliehen die Templer zum Hafen nach dem Tod de Beaujeus


Auch bei Guillaume de Beaujeu ist nicht viel über sein Leben vor seinem Eintritt in den Templerorden bekannt. Es gilt als gesichert, das Guillaume de Beaujeu nach 1242 in Frankreich geboren worden ist und das er dem französischen Adel antstammt.

Guillaume de Beaujeu wird 1271 zum ersten mal in den Urkunden der Templer als Komtur der Komturei Tripolis erwähnt. Von dieser Position wechselt Guillaume de Beaujeu als Provinzmeister nach Apulien in Italien.

Nach dem Tod von Thomas Berard am 25. März 1273 wird Guillaume de Beaujeu am 13. Mai 1273 zum Großmeister des Ordens der Templer gewählt.

Trotz einiger diplomatischer Bemühungen in Europa, die Verteidiger in den immer kleiner werdenden Kreuzfahrerstaaten zu unterstützen, und Verteidigungsbündnissen mit zum Beispiel den Tataren, gelingt es Guillaume de Beaujeu nicht die Mameluken effizient zurück zu schlagen.

Die Templer, die schon lange nicht mehr in Jerusalem residieren, sondern in der Küstenstadt Akkon, müssen mit ansehen, wie die Mameluken immer mehr Städte von den Kreuzfahrern erobern.

Als letzte Stadt im heiligen Land bleiben den Kreuzfahrern nur noch ihre Hauptstadt Akkon. Am 5. April 1291 beginnt die Belagerung der Stadt durch den mamelukischen Herrscher al-Malik al-Asraf Chalil.

Die mamelukischen Angreifer unterminieren die Stadtmauer der Befestigung und bringen Teile von ihr zum Einsturz. Bei dem Finalen Sturm auf die Festung der Stadt Akkon am 18. Mai 1291 wird Guillaume de Beaujeu tödlich verletzt. Mit seinem Tod bricht auch die Gegenwehr der Verteidiger zusammen. Akkon und damit der letzte Vorposten der Europäer im Nahen Osten fällt noch am selben Tag den Mameluken in die Hände.

Guillaume de Beaujeu ist der letzte Großmeister der Templer, welcher den Orden aus dem heiligen Land heraus führt. Sein Nachfolger Thibaud Gaudin leitet den Orden von Zypern aus, stirbt aber bereits am 16. April 1293.