Jacques de Molay

Paris: In der pariser Komtur der Templer ist Jaques de Molay häufig zu Gast. Hier in Paris wird der Großmeister der Templer auch verbrannt


Er ist wohl der bekannteste Templer überhaupt. Jacques de Molay, der letzte Großmeister der Templer.

Jacques de Molay wird zwischen 1243 und 1245 in Burgund / Frankreich. Er gehört zum burgundischen niederen Adel. Jacques de Molay wird 1265 zum Tempelritter und zwischen 1272 und 1280 erreicht er zum ersten mal das heilige Land. Bei der Eroberung von Akkon am 18. Mai 1291 durch die Mameluken flieht Jacques de Molay nach Zypern.

Jacques de Molay wird, wohl am 20. April 1292, zum Nachfolger des Großmeisters Thibaud Gaudin. Er leitet den Templerorden von Zypern aus. Da die Templer nicht mehr im heiligen Land vertreten sind, hat sich die Aufgabe der Templer erledigt. Es gibt keine Pilger mehr, welche auf dem Weg nach Jerusalem geschützt werden müssen.

Der neue Großmeister Jacques de Molay hat dies erkannt. Er reist durch Europa, um für einen neuen Kreuzzug zur Befreiung Jerusalems zu werben. Des weiteren möchte er die öffentliche Meinung, welche sich gegen die Templer gestellt hat nach dem Fall Akkos, wieder auf die Seite der Templer bringen. Ein weiteres Ziel seiner Reisen durch Europa ist die Propaganda für den Templerorden, damit dem Orden die Privilegien, wie Steuerfreiheit, Zollfreiheit, Reisefreiheit und die Unabhängigkeit von weltlichen Herrschern, nicht verliert.

Auf einer dieser Reisen kommt er 1307 nach wieder einmal nach Paris. Er ist in den Jahren zuvor des öfteren in Paris gewesen. In Paris gerät er in Streit dem dem dortigen Großkomtur, welcher ohne seine Erlaubnis dem französischen König ein Darlehen versprochen hat.

Am 13. Oktober 1207 werden die Templer in Paris auf den Befehl Philipp IV. gefangen genommen. Unter den Gefangenen, welche an diesem Freitag den 13. im „Temple“, der Templerburg von Paris festgenommen worden sind befindet sich auch Jacques de Molay.

Jacques de Molay glaubt zunächst an ein Missverständnis. Er geht davon aus, das Papst Clemens V. gegenüber Philipp IV. von Frankreich ein Machtwort sprechen wird. Dieses Machtwort bleibt jedoch aus. Jacques de Molay wird in der Haft verhört und es werden Geständnisse unter Folter aus ihm heraus gepresst.

Obwohl der Orden der Templer bei verschiedenen Untersuchungen in anderen Ländern als Frankreich frei gesprochen worden ist, löst Papst Clemens V. auf dem Konzil von Vienne am 22. März 1312 mit der Bulle „Vox in excelso“ den Templerorden auf. Der gesamte Besitz der Templer geht auf den Johanniterorden über.

Zwei Jahre nach der Auflösung des Templerordens wird Jacques de Molay das Urteil gegen ihn bekannt gegeben. Es lautet auf Lebenslänglich. Jacques de Molay wiederruft darauf hin die unter der Folter zustande gekommenen Geständnisse und wird auf Befehl Philipp IV. mit seinem Stellvertreter Geoffroy de Charnay auf der Ile de la Cite in Paris verbrant.

Mit Jacques de Molay stirbt am 18. März 1314 auf dem Scheiterhaufen der 23. und letzte Großmeister des Templerordens. An die örtliche Stelle des Scheiterhaufens erinnert noch heute ein Gedenkstein an der Brücke Pont Neuf.

Legendär ist der Fluch Jacques de Molay gegen den französischen König Philipp IV. und Papst Clemens V. Jacques de Molay verflucht die beiden, sie sollen innerhalb des nächsten Jahres sterben. Ein solcher Fluch Jacques de Molay lässt sich nicht eindeutig belegen.

Ob ausgesprochen oder nicht. Papst Clemens V. stirbt knapp fünf Wochen nach der Verbrennung am 20. April 1314 wahrscheinlich an Krebs und König Philipp IV. von Frankreich stirbt am 29. November 1314 bei einem Jagdunfall.